E-Liquid – fertig gemischte Liquids für E-Zigaretten
Ein E-Liquid ist eine fertig gemischte Lösung, die in einer E-Zigarette verdampft wird. Es kann in unterschiedlichen Systemen verwendet werden, zum Beispiel in MTL-, RDL- oder DL-Geräten. Diese Seite bietet einen Überblick über Zusammensetzung, Liquid-Arten, Geschmacksrichtungen und Auswahlkriterien sowie die verfügbaren Produkte.
Forrest Boom Liquid FlavourArt 10 ml
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Revoltage BASED Raspberry Lemonade Hybrid Nikotinsalz Liquid
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Red Summer Liquid FlavourArt 10 ml
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Woraus besteht ein E-Liquid? Die Grundzutaten erklärt
Ein fertig gemischtes Liquid besteht aus einer Base und Geschmacksstoffen. PG und VG bilden bei den meisten E-Liquids den größten Anteil. Hinzu kommen Aromen sowie optional Nikotin und geringe Mengen Wasser.
- PG (Propylenglykol) ist dünnflüssig und transportiert Geschmack und Nikotin sehr gut. Einige Dampfer empfinden bei höherem PG einen stärkeren Throat Hit, also ein deutlicheres Gefühl im Hals. Bei Kälte fließt PG oft leichter durch kleine Liquidöffnungen, was in engen Coils helfen kann.
- VG (pflanzliches Glycerin) ist deutlich dickflüssiger. Es sorgt für mehr sichtbaren Dampf und wirkt im Zuggefühl häufig milder. VG bringt eine leichte Süße mit, die feine Noten je nach Mischung überdecken kann, besonders in sehr VG-lastigen Rezepturen.
- Das VG/PG-Verhältnis steht wiederum als Zahlenpaar auf der Flasche, zum Beispiel 50/50, 70/30 oder 80/20. 50/50 gilt als Allround-Mischung für viele Pods und MTL. 70/30 oder 80/20 sind zäher und passen eher zu Geräten mit großem Nachfluss.
- Geschmacksstoffe (Aromen) machen nur einen kleinen Anteil aus, prägen aber die Richtung stark. In vielen Liquids liegt die Dosierung eher niedrig, oft im Bereich von wenigen Prozent oder darunter. Bei Allergien lohnt sich ein Blick auf die Deklaration, weil bestimmte Stoffe kennzeichnungspflichtig sind.
- Wasser (optional) nutzen Hersteller meist nicht als Streckmittel, sondern zur Einstellung der Viskosität. Schon wenige Prozent können ein sehr dickes Liquid etwas fließfähiger machen.
- Nikotin (optional) gibt es vor allem als Freebase und als Nikotinsalz. Freebase wirkt im Hals oft deutlicher, Nikotinsalz meist weicher, auch bei höheren Stärken. In der EU liegt die Obergrenze bei 20 mg/ml.
Welche Arten von E-Liquids gibt es?
Nikotinhaltige und nikotinfreie Liquids
Nikotinhaltige Liquids in dieser Kategorie enthalten Nikotin in Freebase-Form. Die Nikotinstärke variiert je nach Produkt und reicht bei gebrauchsfertigen Liquids bis zu 20 mg/ml.
Die nikotinfreien Varianten werden mit 0 mg/ml angegeben. Sie bieten eine Option für Personen, die ohne Nikotin dampfen möchten.
Mehr Informationen dazu in der Kategorie nikotinfreie und nikotinhaltige Liquids.
Liquid mit Nikotinsalz
Nikotinsalz Liquids enthalten Nikotin in protonierter Form, also Nikotin, das durch die Verbindung mit einer Säure in eine Salzform umgewandelt wurde. Im Vergleich zur Freebase-Form derselben Konzentration wird ihr Dampf häufig als milder und weniger kratzig im Hals wahrgenommen.
Liquids mit Nikotinsalz sind beispielsweise mit 10 oder 20 mg/ml erhältlich und werden häufig in Pod Systemen verwendet, weil diese mit geringer Leistung arbeiten und Nikotinsalz auch bei höheren Konzentrationen meist weniger kratzig wirkt.
Praxistipp: Nikotinsalz eignet sich eher für Geräte mit höherem Widerstand und geringer Leistung (z. B. MTL-Geräte).
Liquid mit Hybrid Nikotinsalz
In Hybrid Nikotinsalz Liquids werden freies Nikotin (Freebase) und Nikotinsalze miteinander kombiniert. Dabei kommt beispielsweise Nikotinbenzoat zum Einsatz, das durch die Reaktion von Nikotin mit Benzoesäure entsteht. Manche Rezepturen enthalten zusätzlich Nikotinmalat, bei dem Äpfelsäure zur Salzbildung verwendet wird.
Welche Nikotinsalze enthalten sind und wie hoch der Anteil an freiem Nikotin ist, unterscheidet sich je nach Produkt.
Die Nikotinform kann das Gefühl im Hals beim Dampfen beeinflussen, den sogenannten Throat Hit. In einer Studie von Leventhal et al. aus dem Jahr 2021 wurde Nikotinsalz bei vergleichbarer Nikotinstärke teilweise als weniger kratzig wahrgenommen als freies Nikotin. Wie sich ein Hybrid-Liquid anfühlt, hängt jedoch auch von seiner übrigen Zusammensetzung, dem verwendeten Gerät und dem Zugverhalten ab.
Die Geschmacksrichtungen und Kategorien
Fruchtig & Erfrischend:
Erdbeere, Melone, Mango, Himbeere, Blaubeere oder Ananas sind typische Geschmacksrichtungen. Die Auswahl ist hier besonders breit, weil viele Hersteller auf fruchtige und frische Liquids setzen. Für viel Abwechslung eignen sich vor allem die Revoltage Liquids sowie Pod Salt Liquids.
Süßlich & Dessert:
Vanille, Karamell, Schokolade, Custard, Keks oder Toffee wirken oft dicht und sättigend. Sehr süße Rezepte können allerdings Coils schneller zusetzen. Dessert-Profile sind häufig bei den SC Red Line Liquids zu finden.
Minze & Kühlung:
Menthol oder Minze bringen Frische, Koolada sorgt für den kühlen Effekt ohne starken Eigengeschmack. In Kombination mit fruchtigen Aromen entsteht so ein fruchtiger und kühler Geschmack. Für ausgeprägte Kühlung sind die Dr. Frost Liquids, Maryliq Liquids und die Twelve Monkeys Liquids bekannt.
Tabakaroma:
Tabakliquids richten sich oft an Umsteiger, die etwas Vertrautes suchen. Die Bandbreite reicht von mild bis würzig oder nussig. Dabei schmeckt nicht jede Sorte wie eine Zigarette. Für einen klaren Fokus auf Tabakaromen bietet sich ein Blick auf die Montreal Original Liquids an.
Getränke & Spezial:
Eistee, Cola, Kaffee, Energydrink oder ungewöhnliche Mischungen sind eher Nische und wirken häufig intensiv. Die SiC! Salts Nikotinsalz Liquids bieten dabei eine breite Auswahl an unterschiedlichen getränkeorientierten Liquids.
VG/PG-Verhältnis und Geräte-Kompatibilität
Das Verhältnis aus VG und PG beeinflusst Nachfluss, Dampfmenge und Alltagstauglichkeit. Kleine Coils mit engen Kanälen kommen mit sehr dickflüssigen Mischungen schneller an Grenzen. Sehr dünne Mischungen können in offenen DL Setups manchmal gurgeln oder auslaufen.
MTL-Geräte (höherer Widerstand) laufen oft stabil mit einer Zusammensetzung von 50/50 bis 60/40. Viele Dampfer nutzen bei solchen Geräten Nikotinsalz, weil das Dampfvolumen pro Zug geringer ist.
RDL-Geräte (Mittelweg) sind flexibel. Mischungen von 50/50 bis 70/30 funktionieren häufig gut, weil sie genug Nachfluss bieten und trotzdem nicht zu dünn sind.
DL-Geräte (niedrigerer Widerstand) verdampfen viel Liquid pro Zug. Daher passen oft Zusammensetzungen von 70/30 bis 80/20 oder noch VG-lastigere Alternativen besser. Aufgrund der größeren Dampfmenge, die bei einem DL-Gerät produziert wird, werden dabei meist niedrigere Nikotinstärken gewählt.
Zwei typische Fehler lassen sich recht schnell erkennen:
- Dry Hit: meist zu dickes Liquid, zu wenig Nachfluss oder zu hohe Leistung.
- Gurgeln oder Leck: oft zu dünnes Liquid oder zu viel Liquid im Coil.
Geräte und das passende VG/PG-Verhältnis kurz zusammengefasst:
| Gerätetyp | Typisches VG/PG-Verhältnis |
|---|---|
| MTL | 50/50 bis 60/40 |
| RDL | 50/50 bis 70/30 |
| DL | 70/30 bis 80/20 und höher |
Nikotin – Konzentration und Stärken
Nikotinstärken stehen in mg pro ml auf der Flasche. Häufige Stärken bei der Freebase-Variante sind 3, 6, 9, 12 oder 18 mg/ml. Die Nikotinsalz Variante wird häufig in Stärken von 10 mg/ml und 20 mg/ml angeboten.
Freebase und Nikotinsalz unterscheiden sich im Gefühl beim Dampfen. Freebase zeigt sich bei höheren Mengen oft mit stärkerem Throat Hit. Nikotinsalz empfinden viele als milder, obwohl die Konzentration von Nikotin höher sein kann.
Ein hilfreicher Tipp von uns: Die Zahl auf der Flasche ist nicht gleich die Nikotinmenge pro Zug. Ein offenes DL Gerät verdampft pro Zug mehr Liquid als ein Pod. Dadurch kann ein niedriger Nikotingehalt trotzdem stark wirken. Die Liquidwahl sollte also immer von dem jeweiligen Gerät abhängig gemacht werden.
Worauf sollte beim Kauf eines E-Liquids geachtet werden?
Beim Kauf von E-Liquid helfen die folgenden Schritte. Sie verhindern typische Fehlkäufe, etwa ein zu dickes Liquid für ein Pod System oder eine zu hohe Nikotinstärke für ein Subohm-Gerät. Außerdem lässt sich schneller einschätzen, ob eine Sorte zum regelmäßigen Gebrauch oder eher für gelegentliche Nutzung geeignet ist.
- Nikotinstärke (mg/ml):
Sie muss zum jeweiligen Zugverhalten und Gerät passen. Tipp: Bei DL-Geräten empfiehlt sich eine niedrigere Nikotinstärke. - VG/PG-Verhältnis:
Es sollte zum verwendeten Gerät passen, sonst können Nachflussprobleme oder Lecks auftreten. Tipp: Im Zweifel kann mit 50/50 oder 60/40 begonnen und anschließend der Liquidnachfluss geprüft werden. - Geschmacksrichtung:
Sie entscheidet darüber, ob eine Sorte dauerhaft gern genutzt wird. Tipp: Für den Einstieg bieten sich Klassiker wie Erdbeere oder Menthol an. - Aroma-Qualität und Hersteller-Ruf:
Transparente Angaben zu Verhältnis, Nikotinform, Inhaltsstoffen und Herkunftsland machen die Auswahl leichter. Tipp: Es sollten nur Liquids mit klarer Kennzeichnung gekauft werden. - Verfügbarkeit und Bestand:
Manche Sorten sind zeitweise nicht lieferbar, werden ersetzt oder verschwinden komplett. Tipp: Wer eine Sorte dauerhaft nutzen möchte, sollte prüfen, ob sie regelmäßig lieferbar ist. - Nikotinform: Freebase oder Nikotinsalz:
Das ist weniger eine Geschmacksfrage, vielmehr kommt es auf den Gerätetyp an. Tipp: Freebase passt häufig zu niedrigeren Stärken und offeneren Setups, Nikotinsalz eher zu kleinen Geräten und moderaten Leistungen. - Zusatzstoffe und Rezeptur-Transparenz:
Seriöse Hersteller machen Angaben zu umstrittenen Stoffen. Tipp: Bei sehr süßen Sorten sollte geprüft werden, ob Sucralose enthalten ist.
| Kurze Kauf-Checkliste |
|---|
| Gerätetyp kennen (MTL, RDL, DL) |
| Passendes VG/PG-Verhältnis wählen |
| Nikotinstärke realistisch einschätzen |
| Nikotinform passend zum Gerät wählen |
| Deklaration, Zusatzstoffe, MHD prüfen |
| 1 bis 2 Geschmacksrichtungen zum Start reichen |
Die korrekte Lagerung und Haltbarkeit von E-Liquids
E-Liquids bleiben am längsten haltbar, wenn sie kühl und dunkel gelagert und die Flaschen gut verschlossen aufbewahrt werden. Direkte Sonneneinstrahlung und starke Wärme sind ungünstig, weil sich Geschmacksstoffe schneller verändern können. Je häufiger eine Flasche längere Zeit offen steht, desto eher kann sich der geschmackliche Eindruck im Laufe der Wochen verändern.
Die Haltbarkeit richtet sich nach dem Produkt und dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum. Ungeöffnete Liquids sind meist länger haltbar als bereits geöffnete. Nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum sind Liquids nicht automatisch schlecht, sie können aber an Intensität verlieren oder anders schmecken. Nikotinhaltige Liquids können mit der Zeit nachdunkeln. Licht beschleunigt den Prozess zusätzlich. Darum helfen dunkle Flaschen oder die Umverpackung.
Im Tank können Kondenswasser und häufige Temperaturschwankungen die Qualität des eingefüllten Liquids beeinträchtigen. Ist ein Liquid sehr trüb oder flockig, sollte es umgehend entsorgt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist ein E-Liquid?
Ein E-Liquid ist die Flüssigkeit, die in einer E-Zigarette verdampft wird. Es besteht meist aus VG und PG sowie Geschmacksstoffen und optional Nikotin. Manche Liquids enthalten zusätzlich etwas Wasser.
Wie lässt sich das passende E-Liquid finden?
Das passende Liquid richtet sich nach Gerät, Zugstil und persönlichen Vorlieben. MTL- und Pod-Geräte benötigen meist dünnflüssigere Liquids und werden häufig mit Nikotinsalz verwendet. Für leistungsstarke DL-Geräte eignen sich eher VG-reiche Liquids mit niedriger Nikotinstärke.
50/50, 70/30, 80/20 – Was bedeuten die Zahlen?
Die Zahlen beschreiben das Mischungsverhältnis von VG und PG. Mehr VG (z. B. 70/30) bedeutet meist mehr Dampf und ein dickflüssigeres Liquid, mehr PG ein dünnflüssigeres Liquid mit klarerem Geschmack.
Wie lange ist ein E-Liquid haltbar?
Die Haltbarkeit richtet sich nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum des Produkts. Viele Liquids sind ungeöffnet etwa ein bis zwei Jahre haltbar, angebrochene Liquids meist kürzer. Wenn sich Geruch oder Geschmack deutlich verändern oder das Liquid Flocken bildet, sollte es entsorgt werden.





















