Liquid Base – die Grundlage für dein individuelles Liquid
Eine Liquid Base ist eine neutrale Basisflüssigkeit, die in einer E-Zigarette verdampft wird und andere Bestandteile, wie z. B. Aromen, trägt. Das ist relevant, wenn du Konsistenz und Geräte-Kompatibilität steuern willst. Hier findest du Unterschiede, Auswahlhilfe, eine kurze Produktübersicht und Antworten auf häufige Fragen.

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Was ist eine Liquid Base und wofür nutzt man sie?
Eine Liquid Base ist die geschmacksneutrale Trägerflüssigkeit, aus der ein dampfbares Liquid entsteht. Sie enthält in der Regel kein Aroma und kein Nikotin. Diese können später hinzugefügt werden. Als Hauptbestandteile werden Propylenglykol (PG) und pflanzliches Glycerin (VG) genutzt. Manche Produkte ergänzen kleine Anteile Wasser oder Alkohol, um das Fließverhalten zu beeinflussen.
Praktisch nutzt man die Grundflüssigkeit, um weitere Komponenten auf eine gewünschte Menge zu bringen und dabei die Konsistenz festzulegen. Das PG/VG-Verhältnis beeinflusst dabei, wie schnell das Liquid zur Watte nachfließt und wie sich der Zug anfühlt. Wenn du zwischen verschiedenen Verdampfern wechselst, merkst du den Unterschied oft sofort.
Du kannst zudem eine Liquid Base grundsätzlich auch ohne zusätzliche Komponenten dampfen, wenn du vorübergehend eine neutrale Option möchtest. Allerdings schmeckt die Base pur meist neutral bis leicht süßlich. Der Geschmack entsteht erst durch die Hinzugabe von einem Aroma Konzentrat oder in Longfill Aromen.
Die Unterschiede zwischen einer PG und VG Base
PG und VG sind die zwei Grundbausteine, die das Verhalten einer Liquid Base prägen. Vereinfacht gesagt ist PG dünnflüssiger und transportiert Geschmack meist sehr direkt. VG ist deutlich zähflüssiger, erzeugt mehr sichtbaren Dampf und wirkt im Zug oft weicher.
Im Vergleich entscheidet das Verhältnis über drei Dinge.
- Die Viskosität: Dünnflüssige Mischungen ziehen schneller nach, dickflüssige brauchen größere Liquidkanäle und mehr Nachflussreserve.
- Die Wahrnehmung: die Empfindung im Hals, die viele als Flash oder Kratzen beschreiben und die bei mehr PG oft stärker ausfällt.
- Die Dampfmenge: Mehr VG bringt in der Regel mehr und dichtere Wolken.
Wenn du also vor allem eine klare Geschmackswiedergabe suchst, wirkt ein höherer PG-Anteil oft direkter. Möchtest du dagegen einen weicheren Zug und mehr Dampf, passt häufig ein höherer VG-Anteil. Im Alltag ist das eine Abwägung, kein richtig oder falsch.
Bei der Praxis helfen zwei typische Mischungen als Orientierung:
- 50/50: Ausgewogen zwischen Fließverhalten, Geschmacksübertragung und Dampf. Das passt oft zu vielen Setups, gerade wenn du nicht extrem viel Leistung fährst.
- Passendes Produkt: SC Base 50/50 100 ml
- 70/30: Spürbar dickflüssiger mit Fokus auf mehr Dampf und weicherem Zug. Solche Mischungen funktionieren häufig gut in offeneren, leistungsstärkeren Geräten, sofern der Nachfluss dafür ausgelegt ist.
- Passendes Produkt: SC Base 70/30 100 ml
So mischst du eine Base für Liquids richtig
- Vorbereitung:
Richte einen sauberen Arbeitsplatz ein und arbeite ohne Zeitdruck. Hilfreich sind Mischflasche, Dosierhilfe sowie eine rutschfeste Unterlage und alle weiteren Mischutensilien. Wenn du mit nikotinhaltigen Komponenten umgehst, sind Handschuhe sinnvoll und Verschüttetes solltest du direkt entfernen. - Base auswählen:
Wähle das PG/VG-Verhältnis passend zu deinem Gerät und deinem Zugstil. Für viele Alltags-Setups ist ein ausgeglichenes Verhältnis von 50/50 unkompliziert, bei sehr kleinen Coils kann eine dünnere Mischung besser nachfließen. Offene Setups vertragen oft mehr VG, weil es zäher ist. - Aroma und optional Nikotin hinzufügen:
Dosier die Geschmacks-Komponente nach Herstellerangabe und lieber vorsichtig, weil zu hohe Dosierung schnell unangenehm werden kann. Optional stellst du die Nikotinstärke über Nikotinshots ein, dabei ist genaues Abmessen wichtig. Hierzu kannst du Tools wie den Liquid Rechner Notiere dir Mengen, damit du Ergebnisse später reproduzierst. - Mischen und Schütteln:
Gib die Bestandteile in die Flasche, verschließe sie fest und schüttle kräftig, damit sich alles gleichmäßig verteilt. Lass etwas Luft in der Flasche, dann geht das Schütteln leichter. Wenn viele Blasen entstehen, hilft ein kurzes Stehenlassen. - Reifen lassen:
Direkt nach dem Anmischen kann ein Liquid noch flach wirken, weil sich die Komponenten erst verbinden. Stell es dunkel und kühl weg und schüttle es zwischendurch kurz. Plane Zeit ein, das gehört zur Lernkurve.
Welche Liquid Base passt zu deinem Gerät?
- Pod-Systeme mit kleinen Öffnungen laufen oft stabiler mit dünneren Mischungen, weil das Liquid schneller nachzieht.
- Klassisches MTL klappt häufig gut mit ausgewogenen Verhältnissen, weil Nachfluss und Geschmackstransport zusammenpassen.
- Sehr strenges MTL mit kleinen Fertigcoils kann eine noch dünnere Mischung brauchen, wenn die Watte sonst zu langsam versorgt wird.
- RDL liegt meist dazwischen: genug VG für angenehmen Zug, aber nicht so zäh, dass der Nachfluss ins Stocken gerät.
- DL und Subohm vertragen oft dickere Mischungen, weil Liquidkanäle und Wattbereich dafür ausgelegt sind.
Hohe Leistung setzt Nachfluss unter Stress. Wenn du Knistern oder trockenes Ziehen bemerkst, ist ein dickeres Verhältnis nicht automatisch besser, manchmal hilft sogar etwas dünner. Gurgeln oder Blubbern kann zudem ein Hinweis sein, dass die Mischung für dein Setup zu dünn ist oder du zu viel nachfüllst.
Als Startpunkt hilft diese grobe Zuordnung:
| Gerät | Geeignete Base (Richtwert) |
|---|---|
| Pod-System (MTL) | 50/50 oder dünner |
| MTL Tank | 50/50, bei Bedarf dünner |
| RDL | 60/40 bis 70/30 |
| Subohm Tank (DL) | 70/30 und ggf. VG-reicher |
| Selbstwickler | 50/50 bis VG-reich, je nach Setup |
Lagerung und Haltbarkeit von Basen für Liquids
Für die Lagerung gilt ein einfaches Prinzip: kühl, dunkel, trocken und gut verschlossen. Licht und Luft beschleunigen Alterungsprozesse, außerdem können Gerüche aus der Umgebung aufgenommen werden, wenn der Verschluss nicht sauber sitzt.
Ungeöffnete, aroma- und nikotinfreie Liquid Base ist bei richtiger Lagerung in der Praxis sehr lange stabil. Als grober Richtwert werden bis zu fünf Jahre genannt, wobei das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Flasche immer Vorrang hat. Sobald du öffnest, kommt mehr Luftkontakt ins Spiel und die Qualität kann schneller nachlassen.
Für größere Vorräte ist ein Trick oft wirksam: Statt eine große Flasche immer wieder zu öffnen, füllst du lieber mehrere kleinere, möglichst volle Flaschen ab. So reduzierst du die Luft in der Flasche und verlangsamst Veränderungen. Deckel direkt wieder fest schließen und nicht in Sonne, Auto oder Heizungsnähe lagern.
Bei bereits angemischten Liquids ist die Haltbarkeit meist kürzer. Häufig findest du ein MHD von 12 oder 24 Monaten, und nach dem Öffnen können Geschmack und Farbe mit der Zeit deutlicher driften. Eine Lagerung im Kühlschrank macht Flüssigkeiten zäher und kann das Handling erschweren, ein kühler Schrank ist oft die entspanntere Lösung.
Achte auf klare Warnzeichen: ungewöhnlicher Geruch, sichtbare Verunreinigungen oder eine milchige Trübung sprechen eher dafür, den Inhalt zu entsorgen. Eine leichte Verdunkelung kann auch durch Oxidation entstehen und ist allein kein eindeutiges Kriterium.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist eine Liquid Base?
Eine Liquid Base ist die neutrale Grundflüssigkeit für E-Zigaretten Liquids, die den größten Anteil dabei ausmacht. Diese ist an sich Geschmacksneutral und besteht aus VG und PG. Erst in der Kombination mit einem Aroma und optional Nikotin, entsteht ein fertiges Liquid.
Was bedeutet 50/50 oder 70/30 bei einer Base für Liquids?
Die Zahlen beschreiben das Verhältnis von VG (pflanzliches Glycerin) zu PG (Propylenglykol). 50/50 ist ausgewogen, 70/30 ist deutlich VG-lastiger und dadurch zäher.
Welche Base ist für ein MTL-Setup eher geeignet?
Für MTL (Mouth-to-Lung) passt häufig 50/50, weil es in vielen kleinen Coils zuverlässig nachzieht. Wenn dein Gerät sehr enge Liquidkanäle hat, kann eine dünnere Mischung helfen.
Welche Base ist für DL eher geeignet?
Für DL (Direct-Lung) und Subohm funktionieren oft dickere Mischungen wie 70/30, weil sie auf mehr Leistung und offenere Verdampfer ausgelegt sind. Achte trotzdem auf den Nachfluss, zu zäh kann auch hier Probleme machen.
Gibt es fertige Basen bereits mit Nikotin gemischt?
Ja, die gibt es in verschiedenen Nikotinstärken und werden meist als Nikotinshots bezeichnet. Diese werden jedoch nur in Fläschchen mit maximal 10 ml angeboten, weil in der EU und damit auch in Deutschland nikotinhaltige Nachfüllbehälter nur bis zu 10 ml in den Handel gebracht werden dürfen. Nikotinfreie Basen sind hingegen in deutlich größeren Gebindegrößen erhältlich, typischerweise von 10 bis 100 ml oder auch darüber hinaus.
Ab welchem Alter darf man eine nikotinfreie Liquid Base kaufen?
In Deutschland gilt das Abgabeverbot an Minderjährige unabhängig vom Nikotingehalt. Damit ist der Erwerb in der Regel erst ab 18 Jahren möglich.


